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BayWISS-Kolleg Life Sciences and Green Technologies www.baywiss.de

Research Projects Life Sciences and Green Technologies

© chuttersnap / Unsplash'

PhD Projects

Verwendung von Pflanzenkohlekompost zur Reduzierung der Toxizität von kupferbelasteten Böden

Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts werden kupferhaltige Pflanzenschutzmittel in Dauerkulturen wie Baumobst, Wein oder Hopfen zur Bekämpfung pilzlicher Krankheitserreger eingesetzt. Da dieses Verfahren jahrzehntelang alternativlos war, wurden jährlich große Mengen an Kupfer von über 60 kg je Hektar ausgebracht. Dies führte zu einer beträchtlichen Akkumulation in den oberen Bodenschichten, wodurch besonders bei Neupflanzungen auf langjährig für den Obst-, Wein- und Hopfenanbau genutzten Flächen erhebliche Anwachsprobleme und Pflanzenschäden auftreten können. Zudem werden Bodenorganismen, insbesondere Regenwürmer, durch die hohen Kupferkonzentrationen nachhaltig beeinträchtigt. Eine punktuelle Anwendung von kompostierter Pflanzenkohle an der Pflanzstelle könnte dabei helfen, diesen Problemen entgegenzuwirken. Wie sich in zahlreichen Untersuchungen gezeigt hat, kann kompostierte Pflanzenkohle erhebliche Mengen an Kupfer adsorbieren und auf diese Weise dessen Bioverfügbarkeit im Boden reduzieren. Aus diesem Grund soll im Rahmen des Promotionsvorhabens geklärt werden, ob sich durch den Einsatz von Pflanzenkohlekompost die Kupfertoxizität in Böden verringern und parallel dazu das Bodenleben fördern lässt.

Im ersten Schritt werden die notwendigen Pflanzenkohlekomposte erzeugt, wobei die Ausgangsmaterialien systematisch variiert und die Kompostierprozesse engmaschig überwacht werden. Anhand von Inkubationsversuchen unter kontrollierten Umweltbedingungen sowie Sorptions- und Desorptionsversuchen soll anschließend geklärt werden, ob die erzeugten Pflanzenkohlekomposte die Kupfertoxizität in Böden reduzieren können. Begleitet werden diese Untersuchungen von Gefäßversuchen mit unterschiedlichen Kulturen, um die Bioverfügbarkeit des an den Pflanzenkohlekomposten adsorbierten Kupfers zu ermitteln. Anhand von Vermeidungstests mit Regenwürmern sowie Bodenatmungsversuchen in kupferbelasteten Mineralböden wird die Wirkung der Komposte auf das Bodenleben überprüft. Darüber hinaus werden die Pflanzenkohlekomposte im Rahmen eines Feldversuchs auf einem stark mit Kupfer belasteten Standort ausgebracht und Hopfenfechser eingepflanzt. Über zwei Vegetationsperioden hinweg werden dann in regelmäßigen Abständen sowohl die Pflanzenentwicklung als auch mögliche Symptome von Kupfertoxizität bonitiert und die Kupferkonzentration mittels Blatt- und Wurzelanalysen ermittelt.

MEMBER IN THE JOINT ACADEMIC PARTNERSHIP

since

Joint Academic Partnership Life Sciences and Green Technologies

Weihenstephan-Triesdorf University of Applied Sciences:

Prof'in Dr. Elke Meinken

Research focuses:

  • Peat substitute
  • Fertiliser/soil additives
  • Fertilisation strategies
  • Anaylitics

Knowledge of plant nutrition and soil science rank among the elementary foundations for resource- and environmentally friendly production in all areas of horticulture. Peat substitute, innovative fertiliser and soil additives, optimised fertilisation strategies as well as developing methods for conclusive laboratory and on-site analytics have been focus of research for many years.

 

Project:

Supervisor Technical University of Munich:
M. Sc. Johannes Görl

Johannes Görl

Weihenstephan-Triesdorf University of Applied Sciences

Coordination

Get in touch. We look forward to your questions and ideas for our Joint Academic Partnership Life Sciences and Green Technologies

Dr. Michaela Stegmann

Dr. Michaela Stegmann

Koordinatorin BayWISS-Verbundkolleg Life Sciences und Grüne Technologien

Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf
Zentrum für Forschung und Wissenstransfer
Am Staudengarten 12
85354 Freising

Telephone: +49 816171 6358
life-sciences.vk [ at ] baywiss.de